Menu
menu

Biodiversität

Blühstreifen

Blühstreifen haben verschiedene Funktionen in der Kulturlandschaft. Durch die Ansaat von nicht mehr so stark verbreiteten Kultur- und Wildpflanzen soll ein Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität in der Agrarlandschaft geleistet werden.

Blühstreifen bieten auch Lebensraum und Nahrungsgrundlage für viele Tierarten. Besonders die Honigbiene soll gezielt gefördert werden, aber auch Niederwild und viele andere Insekten.
Das Land Sachsen-Anhalt fördert im Rahmen seines Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum die Anlage von Blühstreifen als Agrarumweltmaßnahme.

Hinweise zum Bezug von zertifiziertem und gebietsspezifischem Regiosaatgut finden Sie unter:

Für ökologisch wirtschaftende Betriebe ist die Allgemeinverfügung der LLFG zur allgemeinen Zulassung der Verwendung von ungebeiztem nichtökologischem/nichtbiologischem gebietseigenen Wildsamensaatgut zu beachten.      <link file:85416 _blank download die allgemeinverfügung im neuen>Allgemeinverfügung
 

Praxistage und Workshops

Plattenbau für Wildbienen

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) startete 2019 ein mehrjähriges Untersuchungsvorhaben zur Nutzung wiederverwendbarer standardisierter Beobachtungsnisthilfen für Wildbienen und Insekten. Dabei wird die LLG durch das Länderinstitut für Bienenkunde (LIB) in Hohen-Neuendorf sowie das ortsansässige Unternehmen Novotec aus Aschersleben unterstützt.

Das Ziel der Untersuchungen bestand im Jahr 2019 zunächst im Vergleich verschiedener Material- und Konstruktionsvarianten der Nisthilfen. Die Konstruktionsvarianten bestehen waagerecht geschichteten Platten (Blockbauweise) sowie einer gekreuzten Plattenbauweise (Abbildung) mit Nistgängen von 2 mm bis 9 mm Durchmesser und 150 mm Länge. Als Material wurde Holz sowie ein Holz-Kunstharzgemisch genutzt. Es wurden die beobachteten Insektenarten, Brutzellen je Nistgang, eingetragene Pollenmengen, Herkunft des Pollens (Gattungen),  sowie der Parasitenbesatz in den Nistgängen erfasst.

Im Vergleich der Materialen können den aus dem Holz-Kunstharzgemisch gefertigten Nisthilfen eine Reihe Vorzüge zugeschrieben werden. So sind die kunstharzbasierten Bauvarianten witterungsbeständiger, damit formstabiler und lassen sich auf Grund der Materialeigenschaften besser öffen, verschließen und reinigen. Sofern die Insekten für die Nestbauten Fremdmaterialien nutzen,  wurde in den kunstharzbasierten Nisthilfen anteilig weniger Fremdmaterial verbaut. Unabhängig vom Material und der Konstruktion ist ein deutlicher Einfluss der Distanz und Ausrichtung der Nistgangöffnung zu Hecken und Feldgehölzen auf die Belegung feststellbar. Tendenziell wurden bei höherem Nektar- und Pollenangebot verstärkt Nistgänge mit größerem Durchmesser belegt. In Richtung Morgensonne ausgerichtete Nistgänge wurden bevorzugt. Nicht bzw. extensiv bewirtschaftete Standorte haben einen höheren Parasitierungsgrad der Nistgänge zur Folge.

Nachlese zum 8. Forum Agroforstsysteme in Bernburg-Strenzfeld

Am 29. und 30.09.2021 fand die deutschlandweit größte Fachtagung für Agroforstwirtschaft in Bernburg-Strenzfeld statt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit des Deutschen Fachverbandes für Agroforstwirtschaft (DEFAF) und der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) organisiert und von der Landesregierung Sachsen-Anhalt unterstützt.

Unter dem Motto „Landwirtschaft anders denken“ tauschten sich gut 300 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung online sowie vor Ort über Potentiale und Herausforderungen der Agroforstwirtschaft aus. Zu den Highlights gehören neben den Exkursionen (Foto 1, 2) und Erfahrungsberichten aus der Praxis auch Vorträge von Prof. Dr. Josef Settele, Leiter der Naturschutzforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Halle (Saale), und von Prof. Dr. Eike Lüdeling vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaft und Ressourcenschutz der Universität Bonn (Foto 3, 4).

Nunmehr sind die Vortrags- und Posterinhalte auch nachzulesen unter: DeFAF e.V.
Weitere Impressionen vom 8. Forum finden Sie hier: DeFAF e.V.

Ansprechpartnerin

Dr. Heike Schimpf

Tel: +49 3471 334 277  /  Fax: +49 3471 334 205
E-Mail: heike.schimpf(at)llg.mule.sachsen-anhalt.de